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25.07.2005
 
Newsletter Nr. 4/2005
 
Reproduktionsmedizin
  1. Tamoxifen und Clomiphen-Zitrat zur Ovulationsinduktion – eine Metaanalyse
  2. Resultate von ICSI bei verschiedenen Formen der Azoospermie

Gynäkologie

  1. Kollagen I und III mRNA-Expression im pelvinen Stützgewebe unter Estrogenen

Gynäkologische Onkologie

  1. Dauer der HCG-Kontrollen nach Ausräumung einer partiellen Mole

1. Tamoxifen und Clomiphen-Zitrat zur Ovulationsinduktion – eine Metaanalyse

Beide selektive Estrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERM) werden zur Ovulationsinduktion bei anovulatorischer Infertilität eingesetzt. Durch eine Metaanalyse sollte die Wirksamkeit beider Modulatoren im Erzielen von Ovulationen und Schwangerschaften überprüft werden. Aus der Literatursuche (u.a. MEDLINE) konnten vier Studien für die Überprüfung herangezogen werden. Im Hinblick auf die Ovulations- und Schwangerschaftsrate ergab sich kein Vorteil von Tamoxifen gegenüber Clomiphen.

Literatur

Steiner AZ, Terplan M, Paulson RJ. Comparison of tamoxifen and clomiphene citrate for ovulation induction: a meta-analysis. Hum Reprod. 2005 Jun;20(6):1511-5.

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2. Resultate von ICSI bei verschiedenen Formen der Azoospermie.

Diese retrospektive Studie überprüft die Schwangerschaftsraten nach ICSI bei verschiedenen Formen von Azoospermie in 257 ICSI-Zyklen bei 212 Männern. Spermien nach MESA oder TESE wurden verwendet. Folgende Formen der Azoospermie lagen vor: A (nicht-obstruktiv); B (Post-Vasektomie); C (kongenitale Obstruktion); D (Obstruktion nach Infektion). Überprüft wurden die Fertilisations-, Schwangerschafts- und Fehlgeburtsraten. Die Fertilisationsraten waren höher in Gruppe C (67.7%) und B (64.1%) im Vergleich zu A (47.3%) und D (58.9%). In Gruppe A war die Schwangerschaftsrate niedriger, jedoch ohne statistische Signifikanz. Die Fehlgeburtenrate war jedoch höher in Gruppe A (45.6%) im Vergleich zu B (25.25%), C (24%), und D (22.58%).
SCHLUSSFOLGERUNG(EN): Obwohl bei der SS-Rate keine statistische Signifikanz zwischen den Gruppen beobachtet wurde, waren Fertilisations- und Implantationsrate höher bei kongenitaler obstruktiver Azoospermie. Die Schwangerschaftsrate war höher und die Abortrate niedriger, wenn epididymaler Samen (MESA) statt testikulären Samens (TESE) gewonnen werden konnte.

Literatur

Pasqualotto FF, Rossi LM, Guilherme P, Ortiz V, Iaconelli A Jr, Borges E Jr. Etiology-specific outcomes of intracytoplasmic sperm injection in azoospermic patients. Fertil Steril. 2005 Mar;83(3):606-11.

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3. Kollagen I and III mRNA-Expression im pelvinen Stützgewebe unter Estrogenen

Neunzehn erwachsene, nullipare Rhesusaffen wurden kastriert und wurden 5 Monate mit Estradiol, Raloxifen oder nicht behandelt. Estradiol steigerte mRNA für Kollagen I und III im Scheidenbindegewebe und in dem Begleitbindegewebe der gestreiften Muskulatur des Beckenbodens. Kommentar von Ferticonsult: Schöne molekularbiologische Bestätigung seit langem angewendeter Therapie (oral und lokal) zur Festigung des Beckenbodens bei postmenopausalen Frauen.

Literatur

Clark AL, Slayden OD, Hettrich K, Brenner RM. Estrogen increases collagen I and III mRNA expression in the pelvic support tissues of the rhesus macaque. Am J Obstet Gynecol. 2005 May;192(5):1523-9.

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4. Dauer der HCG-Kontrollen nach Ausräumung einer partiellen Mole.

Eine retrospektive Analyse von 163 Patientinnen mit evakuierter partieller Mole ergab, dass ein einmalig negativer HCG-Wert nach Ausräumung ausreicht, um die weitere Überwachung einzustellen. Kommentar von Ferticonsult: Nach zweimalig negativem Wert fühlt man sich besser!

Literatur

Lavie I, Rao GG, Castrillon DH, Miller DS, Schorge JO. Duration of human chorionic gonadotropin surveillance for partial hydatidiform moles. Am J Obstet Gynecol. 2005 May;192(5):1362-4.

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Gerhard Leyendecker