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25.05.2005
 
Newsletter Nr. 3/2005
 
Reproduktionsmedizin
  1. Bettruhe oder keine nach Embryotransfer
  2. Ovarielle Endometriome und IVF

Geburtshilfe

  1. Trichterbildung bei verkürzter Zervix
  2. Trisomie-21 und das Fehlen oder Vorhandensein eines fetalen Nasenbeins

1. Bettruhe oder keine nach Embryotransfer

In einem IFV- Programm konnten 406 wählen, ob sie nach dem Embryotransfer sofort das Zentrum (n=167) verlassen wollten oder noch 1 Stunde das Bett hüteten (n=239). Die Gruppen unterschieden sich nicht hinsichtlich Alter, Anzahl der transferierten Embryonen und anderer Variablen der Behandlung. Die Schwangerschaftsraten waren mit 24,55% und 21,34% nicht signifikant unterschiedlich. Die unmittelbare Entlassung nach dem Embryotransfer hat somit keinen negativen Einfluss auf die Konzeptionsfähigkeit.

Literatur

Bar-Hava I, Kerner R, Yoeli R, Ashkenazi J, Shalev Y, Orvieto R. Immediate ambulation after embryo transfer: a prospective study. Fertil Steril. 2005 Mar;83(3):594-7.

2. Ovarielle Endometriome und IVF

In einem konventionellen IVF-Programm wurden die Ergebnisse bei Zyklen mit ovariellen Endometriomen (Gruppe A = 80), bei Zyklen mit Endometriose aber ohne Endometriom (Gruppe B=248) und bei Zyklen ohne Endometriose aber mit tubarer Sterilität (Gruppe C= 283) miteinander verglichen. Bei Gruppen A und B wurden signifikant weniger Oozyten aspiriert als in Gruppe C. Embryo, Embryoqualität und Schwangerschaftsraten unterschieden sich nicht in den drei Gruppen.

Literatur

Suzuki T, Izumi S, Matsubayashi H, Awaji H, Yoshikata K, Makino T. Impact of ovarian endometrioma on oocytes and pregnancy outcome in in vitro fertilization. Fertil Steril. 2005 Apr;83(4):908-13.

3. Trichterbildung bei verkürzter Zervix

Es handelt sich um eine retrospektive Studie, die den Schwangerschaftsverlauf bei Einlingsschwangerschaften mit verkürzter Zervix im zweiten Trimenon verfolgt. Zwei Gruppen konnten gebildet werden: 82 Patientinnen ohne und 82 Patientinnen mit Trichterbildung. Je nach Länge der Zervix wurden die Patientinnen einander zugeordnet. Eine zusätzliche Trichterbildung war ein signifikanter prognostisch ungünstiger Faktor im Hinblick auf den weiteren Schwangerschaftsverlauf. Vorzeitiger Blasensprung, Chorioamnionitis, Frühgeburt und kindliche Morbidität waren signifikant häufiger als in der Vergleichsgruppe. Es wird vorgeschlagen, die Trichterbildung bei verkürzter Zervix als eine separate („kategoriale“) prognostische Variable im Sinne von Ja/Nein zu betrachten.

Literatur

Rust OA, Atlas RO, Kimmel S, Roberts WE, Hess LW. Does the presence of a funnel increase the risk of adverse perinatal outcome in a patient with a short cervix? Am J Obstet Gynecol. 2005 Apr;192(4):1060-6.

4. Trisomie-21 und das Fehlen oder Vorhandensein eines fetalen Nasenbeins

Die Autoren berichten über den sonographischen Nachweis des fetalen Nasenbeins bzw. dessen Fehlens als Zusatzparameter beim Trisomie-21-Screening im ersten Trimester. Über diese Zusatzmethode ist bereits häufiger und kontrovers in der Literatur berichtet worden. Die Autoren legen Wert auf die Feststellung, dass das Fehlen eines Nasenbeins nur dann als gegeben angesehen werden kann, wenn sich tatsächlich auch nicht der geringste Anhalt für eine echogene Linie unter der Haut fand. Wenn dieses strikte Kriterium angesetzt wird, so kommt es zu signifikant weniger falsch negativen Klassifizierungen im Hinblick auf das Fehlen oder Vorhandenseins eines Nasenbeines. Unter diesen Bedingungen ist diese sonographische Untersuchung ein zusätzlicher Parameter beim Trisomie-21-Screening.

Literatur

Orlandi F, Rossi C, Orlandi E, Jakil MC, Hallahan TW, Macri VJ, Krantz DA. First-trimester screening for trisomy-21 using a simplified method to assess the presence or absence of the fetal nasal bone. Am J Obstet Gynecol. 2005 Apr;192(4):1107-11.

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Gerhard Leyendecker