GynAktuell  
Das Neueste Inhalt: Themenübersicht Glossar Newsletter Infos (diverse) Impressum

Unerfüllter Kinderwunsch - Was tun?

Inhalt

vorhergehender Artikel      nächster Artikel

Prof. G. Leyendecker

-

Noch vor 25-30 Jahren bekamen Frauen ihr erstes Kind in ihren frühen Zwanzigern, und der Kinderwunsch war mit 30 Jahren in der Regel abgeschlossen. Zwar wollen auch heute noch die meisten Frauen bzw. Paare ein Kind, aber in der Regel wird an die Verwirklichung dieses Wunsches erst in einem Alter von 30 Jahren und später gedacht. In nicht wenigen Fällen stellt sich dann die gewünschte Schwangerschaft nicht ein.

Man weiß seit langem, dass etwa 10 bis 15% aller Paare mit Kinderwunsch nicht spontan schwanger werden, und vielen dieser Paare kann ärztlich geholfen werden. Häufig stellt sich den Paaren die Frage, wie lange sollen wir noch warten, wann sollen wir medizinische Hilfe in Anspruch nehmen? Diese Frage ist um so drängender, wenn „die Zeit abzulaufen“ scheint.

Heute ist auf Grund genauerer Untersuchungen bekannt, dass bei Paaren, bei denen im Hinblick auf die Fortpflanzungsfähigkeit keinerlei Störung besteht, in 80-90% der Fälle die gewünschte Schwangerschaft binnen eines halben Jahres eintritt. Bei den übrigen liegen in der Hälfte der Fälle entweder bei dem Mann, der Frau oder bei beiden zusammen Störungen vor, die den Eintritt einer Schwangerschaft behindern oder unmöglich machen. Nach Ablauf eines Jahres kann dies bei nahezu allen Fällen angenommen werden. Es gilt daher die Daumenregel, dass spätestens dann gezielte Untersuchungen bei beiden Partnern erfolgen sollten. Binnen kürzester Zeit können Experten zu einer sicheren Diagnose kommen und die erforderliche Behandlung einleiten.

Mit der Abklärung des unerfüllten Kinderwunsches nicht zu lange zu warten, gilt insbesondere für Frauen jenseits des 35. Lebensjahres. Es fängt dann allmählich die Erschöpfung der Eierstöcke an, so dass die Anzahl der Eizellen, die zu einer Schwangerschaft führen können, sinkt. Erfolgreiche Behandlungen sind allerdings in Einzelfällen auch noch nach dem 40. Lebensjahr möglich.

Sollten Symptome vorliegen, die bei dem Paar bereits auch ohne ärztliche Diagnose den Verdacht auf eine Störung aufkommen lassen, wie bei unregelmäßigen Blutungen oder Regelbeschwerden, dann sollte die Abklärung sofort erfolgen.


Datei zum Download: IVF-ICSI mit Blastzystenkultur (PDF)

Newsletter abonnieren

  Copyright © 1998-2017 by FertiConsult GmbH

Gerhard Leyendecker